Freitag, 27. Mai 2016

BLOG LIFE: "Andere Blogger machen das aber für einen 50-Euro-Gutschein..." oder warum ein Gutschein keine Bezahlung ist

Desk
Picture via unsplash
"Vielen Dank für Dein Angebot. Leider schlägt es komplett über die Stränge. Dass Du eine monetäre Vergütung forderst - und dann auch noch im dreistelligen Bereich -, ist uns unbegreiflich. Andere Blogger machen das für einen 50-Euro-Gutschein für unseren Online-Shop."

Mein erster Gedanke: Selbst schuld. Also die Blogger, die sich so ausnutzen lassen.

Mein zweiter Gedanke: Obwohl, eigentlich bin ja ich die doofe, und nicht die anderen Blogger. Denn würden sie sich nicht unter Wert verkaufen, wäre die Kooperation vielleicht auch nach meinen Vorstellungen noch möglich.

Mein dritter Gedanke: Wie unseriös muss man denn bitte sein, wenn man Bloggern so wenig bezahlt, und im Gegenzug so viel bekommt?!

Es gibt immer jemanden, der deinen Job günstiger macht. Klar, das wissen wir alle. Aber in letzter Zeit haben sich Antworten dieser Art gehäuft und je nach Tagesstimmung rege ich mich dann dezent bis stark darüber auf. Es gibt auch schon zahlreiche Blogbeiträge über dieses Thema, aber ich muss das jetzt auch mal aufschreiben. 

Warum ein 50-100€ Gutschein für den eigenen Online Shop keine Bezahlung ist:

Der erste und logischste Grund, warum sich ein Blogger ungern mit Gutscheinen bezahlen lässt, ist, dass man damit weder Miete noch Lebensmittel noch Versicherungen noch die Handy-Rechnung bezahlen kann. Und auch wenn man so wie ich "nur" nebenberuflich Blogger ist, bleibt dieser Grund bestehen. 
Der zweite Grund ist, dass das Unternehmen damit mehr als günstig davon kommt und sich wahrscheinlich breit grinsend die Hände reibt. Die Kosten für einen solchen Gutschein belaufen sich in den meisten Fällen auf Null Euro, da sie irgendwo irgendwie in der Bilanz des Unternehmens abgeschrieben werden können. Eventuell, z.B. bei kleineren Unternehmen, verursachen Gutscheine doch Kosten. Aber selbst wenn das Unternehmen nicht in Bangladesh/China/Indien bezieht und kleine Mengen einkauft, wird der Einkaufswert bei maximal 50% des Verkaufspreises liegen. Bekommt der Blogger also einen 100 Euro Gutschein, kommen auf das Unternehmen maximal - wirklich MAXIMAL- Kosten von 50 Euro zu. Handelt es sich um Gutscheine in einem deutlich höheren Wert, kann man vielleicht drüber reden. Das muss der Blogger natürlich selbst entscheiden. Wenn der Blogger zwar mit einem 1000 Euro Gutschein keine Miete zahlen kann, aber schon immer ein Produkt aus dem Shop haben wollte, zum Beispiel, ist das ja in Ordnung. 

Aber warum sollte denn das Unternehmen "so viel" bezahlen?

Warum ein Gutschein einem Blogger nicht reicht, ist also geklärt. Vielleicht stellt sich jetzt jemand die Frage, warum das Unternehmen denn überhaupt Geld zahlen sollte. "Ist es nicht schon genug, dass du coole Produkte bekommst?" Nein. Nicht nur wegen der Miete, sondern auch, weil ich es nicht einsehe, quasi kostenlos meine Werbefläche zur Verfügung zu stellen. Denn genau das ist mein Blog in dem Moment. Und das gilt nicht nur für die ganz großen Blogs. Schau dir mal an, wie viele Leute deinem Blog folgen bzw. wichtiger: wie viele Leute deine Blogposts aufrufen. Dann nehme diese Zahl und sagen wir, 50% der Leute klicken deinen gesponserten Link an zu einem Shop, mit dem du gerade kooperierst. Und sagen wir von diesen 50%, verbringen 10% einige Zeit in dem Shop. Und von diesen 10% kaufen 50% tatsächlich etwas ein. Angenommen du hast 1.000 Aufrufe, sind das 25 Einkäufer. Wenn die alle 50-100 Euro ausgeben, also durchschnittlich 75 Euro, hat der Online Shop schon 1.875 Euro Umsatz vor Retouren durch dich gemacht. Und du hast einen 100€-Gutschein bekommen. Think about it.
(Die Zahlen habe ich mir ausgedacht und kann die Prozentzahlen nicht belegen. Es geht darum, das Prinzip zu verstehen.)

Zu dem generierten Umsatz kommt aber ein noch wichtigerer Gewinn fürs Unternehmen: die Linzplatzierung. Je mehr Links zu einem Shop führen, desto höher rutscht er im Google Ranking. Je höher man im Google Ranking ist, desto besser sichtbar wird der Shop, desto mehr Leute erreicht er durch Suchmaschinen. Linkplatzierung ist sehr kostbar für Unternehmen und du solltest dich dafür fair bezahlen lassen. 

Aber ist ein Gutschein nicht besser als gar keine Kooperation?

Jein. Diese Frage ist natürlich schwer zu beantworten. Gerade wenn man gerade erst angefangen hat zu bloggen, möchte man viele Kooperationen wahrnehmen. Ich bin auch sehr lange solche Zusammenarbeiten eingegangen. Ich habe Links für 80 Euro Vergütung gesetzt (oh my..) und Produkte vorgestellt, für die ich nichts, als eben diese Produkte bekommen habe. Wie gesagt, je nach Wert des Produktes und wie sehr man dahinter steht, ist das ja auch in Ordnung. Gerade wenn es sich um Start-Ups handelt, oder etwas, für das man gerne wirbt, z.B. nachhaltige Mode. Du musst dir aber bewusst sein, dass du schnell ausgenutzt wirst, und diesen Stempel bei dem Partner dann erstmal nicht mehr los wirst. Außerdem ist da immer noch die Branche. Die anderen Blogger. Die Situation wird sich nicht ändern, solange es genug Blogger gibt, die es günstig machen. Es gibt bereits viele Unternehmen und Agenturen, die das verstehen, und wunderbare Kooperationen anbieten mit fairen Vergütungen. Und eben die, die es noch nicht machen, werden es erst ändern, wenn sie gezwungen werden, z.B. durch einen Mangel an Bloggern, die sich ausnutzen lassen. 

Und auch wenn es manchmal ärgerlich ist, muss man dann eine solche Antwort einstecken und auf die Zusammenarbeit verzichten. Auf die lange Sicht wird sich das lohnen. 

Ich hoffe, ich konnte einigen das Thema näher bringen. 


STORE CHECK: 5 FAVORITEN VON ESPRIT

Nude and Blue summer picks


Alle Styles via Esprit.de

Diesen Sommer neben Off-Shoulder-Kleidern und -Tops ganz oben auf meiner Liste? Cremige Nude-Töne und ein wenig Blau, gerne in Form von Denim: Kleider, Shirts, Jumpsuits. Ich bin ziemlich gut dabei, das Schwarz in meinem Kleiderschrank für die kommende Saison zu reduzieren und durch diese wunderschönen Farben zu ersetzen bzw. sie gemeinsam zu kombinieren. Mein absoluter Favorit aus dem Esprit Online-Shop ist das gestreifte Shirt oben links. Es erinnert mich ein wenig an Eiscreme, ein bisschen an US-College-Sports und auch an skandinavischen Streetstyle. Diese Mischung klingt für mich ziemlich gut. Der luftige Midi-Rock darf auch gerne in meinen Kleiderschrank einziehen und das Denis-Kleid stelle ich mir super vor zu meinen Denim-Espadrilles von Chloé. Wie gefallen euch meine fünf Favoriten? Und was darf diesen Sommer bei euch nicht im Kleiderschrank fehlen? Lasst mir gerne einen Kommentar da - und happy weekend!

In freundlicher Zusammenarbeit mit Esprit.


Dienstag, 24. Mai 2016

OUTFIT: Casual Chic in Boyfriend Jeans

BF Jeans IMG_2721 IMG_2653

Blouse - Mango (get it here)
Boyfriend Jeans - Monki (get it here)
Shoes - Adidas Superstars (get them in white here)
Sunnies - Vintage


Vor einiger Zeit war ich mit Melanie in der Nord Coast Coffee Roastery frühstücken (Fotos von dem unglaublich leckeren Essen findet ihr hier und hier) und danach haben wir noch schnell ein paar Fotos gemacht, bevor der Regen anfing. Windig war es allerdings schon ziemlich doll, wie man an meinen Haaren sieht, und das sind noch die ruhigsten Bilder. Hamburg halt.

Ich trage meine Boyfriend Jeans ziemlich selten, obwohl ich sie echt cool finde. Sie ist einfach so unglaublich bequem und sieht immer lässig aus. Das ganze Outfit ist natürlich extrem casual mit der Jeans und dem Cadigan, kombiniert mit Sneakern. Mit der Bluse und dem Lippenstift habe ich versucht, es noch ein bisschen schicker zu machen. Wie findet ihr die Kombi?


Donnerstag, 19. Mai 2016

#PARSme

P1010446 P1010425

Fakt Nr. 1:
Ich liebe graue Sweatshirts. Ich habe ungefähr 8 Stück und trage sie alle regelmäßig. Ihr seht das nur nie, oder wenn dann auf Snapchat, da sie beim Shooten von Outfitfotos eher zu Hause bleiben. Auf dem Sofa, im Bett, beim Kochen, nach dem Sport, zum gemütlichen Treffen mit Freundinnen, am Wochenende bei meinen Eltern, genau dann, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich ein graues Sweatshirt trage.

Fakt Nr. 2:
Ich trage zu Hause keine Hosen. Das habe ich schon mit mehreren Leuten besprochen und einige können das nachvollziehen, andere nicht. Ich liebe Hosen im Alltag, ich trage selten Röcke oder Kleider, aber wenn ich nach Hause komme, muss die Hose aus. Und auch keine Jogginghose an. Beinfreiheit rockt. Und ich nehme in Kauf, dass sämtliche Leute in den Häusern um uns herum, die bei uns abends reinschauen können, meinen blanken Po kennen. 

Fakt Nr. 3:
Eigentlich würde ich mir für euch eine Hose anziehen, und dieses Sweatshirt in einer Kombination mit schwarzer Skinny-Jeans, coolen Sneakers und meiner Lieblingssonnenbrille zeigen. Oder über einer sehr langen Bluse. EIGENTLICH. Heute seht ihr mich hier aber halbnackt, weil ich spontan niemanden gefunden habe, der Fotos von mir macht. Diese Leute alle mit ihren Jobs, die sie tagsüber erledigen müssen! Puh, wer braucht denn bitte einen festen Job mit gutem Gehalt und geregelten Uhrzeiten?!... Just Kidding. 

Fakt Nr. 4: 
#PARSme ist der Hashtag, den ihr jetzt unter eure hübschesten Fotos von euch auf Instagram schreibt, wenn ihr zwischen 16 und 20 Jahre alt seid und mindestens 1,75m groß. Damit bin ich gleich doppelt raus aus dem Spiel (zu alt, zu klein), aber vielleicht ist unter euch oder euren Freunden und Geschwistern ja jemand dabei! Payman Amin sucht nämlich jetzt über Instagram eben unter diesem Hashtag nach Newcomer für seine Modelagentur Pars Management. Ich drück euch die Daumen!


Blogparade in freundlicher Zusammenarbeit mit Powerkeks.

OUTFIT: Black Laced Body

Body mit Theresa1 IMG_1498 Body mit Theresa IMG_1503


Body - H&M (similar here and similar here)
Scarf - Acne
Boots - Vagabond (very similar here)
Pants - Zara (similar here)
Photos by Theresa

Puh, schon wieder all black. Aber ich sage euch, mit dem guten Wetter wird das besser. Leider war der Sommer ja nur kurz hier, um uns schon einmal einen Vorgeschmack zu geben, und hat uns wieder mit kühleren Temperaturen und (jedenfalls hier in Hamburg) ordentlich Wind zurück gelassen. Daher passt das Outfit ja doch ganz gut. 

Ich LIEBE diesen Body. Drei Trends in einem: Body, diese Schnürung und Ripp. Die Schiene Jeans mit den offenen Knien trage ich auch fast schon zu oft, und das, obwohl die Löcher bei mir UNTER den Knien sind... the struggle, wenn man kleiner als das Zara-Model ist. Die Boots müssen dringend mal geputzt werden, also ignoriert die und überlegt euch lieber, ob ihr in einen ACNE Schal investieren möchtet. Klar, die sind nicht günstig, aber ich habe meinen im Herbst, Winter und Anfang des Frühlings so gut wie jeden Tag getragen. Cost per wear ist also super gering! ;)